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An einem schönen Sommertag im Juni, Steffen lief gedankenversunken durch das Schlafzimmer und dachte an  die vergangenen Wochen, die wie ein dichter Schleier aus seinem Unterbewußtsein in sein Gedächtnis wanderten. Diese Wochen waren für ihn nicht gerade erfreulich, im Gegenteil, sie ließen ihn erschaudern, denn er hatte seinen besten Freund verloren. Schon immer hatte jener dem Alkohol in überreichem Maße zugesprochen und war  diesem im Alter von nur fünfundvierzig Jahren erlegen. Er lief also ziellos zwischen Bett und Kommode herum, da piepste das Telefon. Zunächst nahm er das für ihn schon beinah unbekannte Geräusch nicht wahr, denn in letzter Zeit erhielt äußerst selten einen Anruf, und wenn, dann waren die Anrufer nicht wirklich interessiert, ihn zu sprechen, beendeten ihre Versuche, ihn zu erreichen, meist schon nach wenigen Signaltönen. Diesmal schien der Anrufer aber besonders hartnäckig zu sein und  Steffen ernsthaft sprechen zu wollen. Nur allmählich nahm er den Anrufton wahr, entschloss sich nach einigem Zögern ans Telefon zu gehen und den Hörer abzunehmen.